Lieblingsstück der Woche: Auf die Vermählung Franz II./I. mit Karolne Auguste von Bayern

21.07.2020 13:36

Eine erst kürzlich unserem Sortiment hinzugefügte Medaille auf die Eheschließung Kaiser Franz I. mit Karoline Augusta von Bayern.





Avers: die nach rechts gerichteten Portraits des Kaisers und seiner Gemahlin mit der Umschrift FRANCISCVS I IMP AUSTRIAE – CAROLINA AVG BAVAR.
Künstlersignatur Josef Löschs am Halsabschnitt

Revers: nach links gerichtete Athene welche sich auf einen Adler stützt und in der rechten, ausgestreckten Hand eine kleine Figur dreier Gratien hält. Am linken Rand entlang die lateinische Inschrift EST ALIOVID VIRTVS
Im Abschnitt unter der Figur: MAX I REGIS BAV FILIA / FRANC I IMP AVST NVPTA / FRATRE LVD PROCVR / MONACH XXIX OCT / MDCCCXVI

Kaiser Franz I war bereits 3 mal verheiratet als er Karoline Auguste von Bayern ehelichte. Die Ehe der beiden blieb Kinderlos, doch Franz hatte bereits mit seiner zweiten Frau Maria Theresia von Neapel-Sizilien für Nachkommen gesorgt: unter den zwölf Kindern befanden sich u. A. der Thronfolger Ferdinand I. als auch Franz Karl, der Vater Franz Josephs.

Aufgrund des Altersunterschiedes von gut 22 Jahren soll der generell als eher biedere, mit nüchternem Charakter beschriebene Herrscher nach seiner Hochzeit mit Karoline gesagt haben: „Wenigstens hab ich dann nicht in ein paar Jahren wieder eine Leich’!

Auch Karoline war mit Franz I. bereits zum zweiten Mal verheiratet. Ihre erste Ehe mit Kronprinz Wilhelm von Württemberg, der die Verbindung jedoch lediglich als Schutz sah um einer Ehe mit einer Frau von Napoleons Gnaden zu entgehen, war von eher unglücklicher Natur. Er verhielt sich Karoline gegenüber gleichgültig bis kalt; vermied es mit ihr in derselben Kutsche zu fahren, brachte sie in einem Flügel des Hauses unter, der so weit als möglich von seinem entfernt lag und redete beim Essen nur das allernötigste mit ihr.
Nach der Entmachtung Napoleons wurde die Ehe im Jahr 1814 geschieden und 1816 durch Papst Pius VII. für ungültig erklärt.

Ihre Zweite Ehe mit Franz II. hielt ganze 19 Jahre bis dieser 1835 im Alter von 67 starb. Während der gesamten Zeit als Kaiserin blieb Karoline politisch jedoch unbedeutend und widmete sich hauptsächlich karitativen Tätigkeiten. Nach seinem Tod zog sie sich nach Salzburg zurück, wo sie später auch stirbt.

Die in Salzburg liegende „Karolinenbrücke“ ist nach der beliebten Kaiserin benannt, welche der Einweihung im Jahr 1859 sogar persönlich beiwohnte.

zu den Münzen

>>Franz II./I. GOLD / SILBER
>>Ferdinand I. GOLD / SILBER
>>Franz Joseph GOLD / SILBER